Gewürze aus Deutschland

Welche Würzung benötigen Deutsche Gerichte?

Nicht nur Indien und Asien haben großartige Gewürze zu bieten auch die heimische Küche benötigt Geschmacksträger, die den nötigen Pepp herbeizaubern. Dabei setzt der Deutsche Gaumen natürlich auf andere Gewohnheiten, als dies beispielsweise in China der Fall ist. Hierzulande wird auf den ersten Blick jedoch eher weniger gewürzt, so denken viele, doch der Schein trügt.

In allen deutschen Traditionsgerichten stecken wichtige Gewürze, denen wir in dieser Rubrik auf den Grund gehen möchten. Neben den Klassikern, wie Salz und Pfeffer, stehen vor allem Besonderheiten, wie Wacholder, Lorbeer und Piment hoch im Kurs und sind für einige Rezepte essenziell, damit die Zubereitung gelingt.


Piment & Wacholder

Fleisch und Eintöpfe sind begehrt, doch erst die passenden Gewürze machen es zu etwas Besonderen. Dies gilt auch für Piment und Wacholder. Beides finden Kenner beispielsweise in Rezepten zum Eisbein. Hierbei handelt es sich um die gekochte Haxe des Schweins.

Angerichtet mit Kartoffelpüree und Sauerkraut ist es eines der begehrtesten Gerichte in vielen Brauhäusern. Doch was ist eigentlich Piment? Wer an Myrtengewächse denkt, hat noch keinen Zusammenhang im Kopf. Doch spätestens beim Stichwort Pfeffer wird jedem klar, bei Piment handelt es sich um eine spezielle Form. Er besticht durch sein ausgezeichnetes Aroma.

Dieses verleiht Speisen eine Note von Nelken und hebt sich hierdurch deutlich von einfachen Pfeffersorten ab. Die Früchte der Pflanze werden dabei getrocknet und geben sich als deutlich größer als herkömmliche Pfefferkörner zu erkennen. Wacholder hingegen ist ein Zypressengewächs und erinnert eher an eine längliche Tanne. Seine Zweige besitzen ebenfalls Früchte. Die Beere kommt sowohl bei der Fleischzubereitung als auch beim Einlegen von Sauerkraut zur Anwendung.


Lorbeer

Ebenfalls von wichtiger Bedeutung ist Lorbeer. Getrocknet sind seine Blätter sogar mehrere Jahre haltbar und inzwischen abgepackt in jedem Supermarkt zu finden. Lorbeer gilt als bedeutsam für Fleisch- und Eintopfgerichte oder Schmorbraten. Seine Wirkung: Er macht das Fleisch zart und verleiht ihm das gewisse Extra.

Hierzu zählen die ätherischen Öle, die auch in den getrockneten Blättern noch vorhanden sind. Aus frischen Blättern lässt sich die grüne Masse sogar direkt als Öl auspressen und besitzt neben würzenden Eigenschaften auch antibakterielle Funktionen in der Naturheilkunde beim Menschen.