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European Energy Manager (EUREM) (National Level)
31 Mar 2014

Summary: European Energy Manager (Eurem) is an advanced training option which is offered by the Association of German Chambers of Commerce and Industry (DIHK) and provides staff with a qualification as energy manager.

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This is intended to firmly establish a contact person for energy efficiency within the corporate culture. The training course involves a targeted teaching and learning for staff members, enabling them to optimise and manage energy applications in their companies.

The programme is addressed to:

  • medium-sized and large enterprises with over 150 staff,
  • companies with an energy consumption of over 1,000 MWh/a of electricity or 2,000 MWh/a of gas or fuel oil,
  • companies with energy costs of over 100,000 euros/a for electricity or over 100,000 euros/a for gas and fuel oil.

It is worth noting that these are indicative values. Even companies with only 50% of the above might have a potential worth opening up by Eurem.

The training course includes, inter alia, calculations, case studies and support in practical implementation. Furthermore, during the training course one project is discussed concretely – on the example of a given case in the student's company.
Some teaching units require the presence of students while the practical training gives emphasis on project work, i.e. an energy study on a weakness inside the company where starting points for improvements need to be identified. Next, a report is presented to a fictitious executive board. The training course ends with a final test that lasts 120 minutes.

European Energy Manager (EUREM) ist eine Fortbildung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. (DIHK) und hat das Ziel, Mitarbeiter zu Energiemanagern auszubilden. Hierdurch sollen Energiesparmaßnahmen im Unternehmen vorangetrieben werden und ein Ansprechpartner vor Ort die Energieeffizienz in der Unternehmenskultur verankern.

Durch den Lehrgang wird ein Mitarbeiter gezielt geschult, die Energieanwendungen des Unternehmens zu optimieren und zu verwalten. Dies dient als Basis, um Energiemanagementsysteme wie nach DIN EN 50001 einzuführen. Auch das Teilgebiet des Umweltmanagements kann erlernt werden.

Zielgruppen sind zum einen Fach- und Führungskräfte, die in dem jeweiligen Unternehmen als Energieverantwortliche eingesetzt werden oder eingesetzt werden sollen. Darunter fallen beispielsweise Betriebsleiter, Produktionsleiter, Energiebeauftragte, Prozessingenieure oder Betriebstechniker. Auch Energiedienstleister gehören zur Zielgruppe.

Weiterhin richtet sich das Programm auch an:

  • Mittelständische und große Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern,
  • Unternehmen mit einem Energieverbrauch von mehr als 1.000 MWh/Jahr Strom oder 2.000 MWh/Jahr Gas oder Heizöl,
  • Unternehmen mit Energiekosten von mehr als 100.000 € pro Jahr für Strom oder mehr als 100.000 € pro Jahr an Gas und Heizöl.

Explizit handelt es sich bei den genannten Werten nur um Richtwerte. Auch Unternehmen, die nur 50 % der genannten Angaben vorweisen, können Potenziale besitzen, die durch EUREM erschlossen werden können. Der Mitarbeiter erhält ein Zertifikat in der Landessprache sowie in einer englischen Ausführung, sodass das Programm nicht nur dem Unternehmen und der Umwelt, sondern auch ihn persönlich durch seine Weiterbildung voranbringt.

Der Lehrgang beinhaltet unter anderem Berechnungsübungen, Fallbeispiele und Umsetzungsunterstützung durch Werkzeuge wie Checklisten, Erfassungsbögen und Excel-Tabellen. Zudem wird während des Lehrgangs an einem Fallbeispiel aus dem eigenen Unternehmen ein Projektbeispiel durchgesprochen. Der Lehrgang beinhaltet einige Kernthemen, kann aber durch sich ändernde Rahmenbedingungen in seiner inhaltlichen Zusammensetzung leicht verändert werden.

Inhalte des Lehrgangs:

  • Energietechnische Grundlagen: Behandelt werden naturwissenschaftliche Grundlagen, verschiedene Energiesysteme und gängige Optimierungsabläufe sowie Mess- und Regelungstechnik (MSR-Technik).
  • Projektmanagement: Trainiert wird die Ausarbeitung eines Projektkonzeptes, seine Präsentation vor dem Top-Management und die Projektsteuerung.
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung: Geübt werden die Kalkulation anwendungsspezifischer Kosten, die vergleichende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und die Kalkulation von Amortisationszeiten.
  • Energie- und Lastenmanagement: Schwerpunkt sind die Grundlagen interner Energie-Audits, der Aufbau eines Energiemanagementsystems (z.B. ISO 50001), die Erfassung und Strukturierung von Verbrauchsdaten und –kosten sowie ihre Auswertung. Ferner werden die Aufgaben des Energiedatenmanagements und seine Struktur erörtert und Kennwerte verglichen. Auch ein software-basiertes Energiecontrolling ist Teil des Energie- und Lastenmanagements.
  • Energie- und Emissionshandel: Es werden energierelevante Gesetze und Verordnungen besprochen und der Energieeinkauf, Energiehandel, Emissionshandel und das Contracting vorgestellt.
  • Gebäudeenergiebedarf/ Energieeffiziente Gebäude: Inhalt des Gebäudeschwerpunkts sind die bauphysikalischen Grundlagen, Baukonstruktionen, Gebäudehülle, Kalkulation des Gebäudeenergiebedarfs (EnEV), der Gebäudeenergieausweis und das energiebewusste Bauen und Sanieren.
  • Heizungstechnik: Besprochen werden die Anlagenkomponenten, eine Ist-Analyse, die Geothermie und Optimierungsmöglichkeiten.
  • Prozesswärme, Dampf, Wärmerückgewinnung: Neben einer Systemanalyse werden auch Prozessoptimierung, Betriebsweise und Wärmerückgewinnung besprochen.
  • Kraft-Wärme-Kopplung: Vorgestellt werden Grundkonzepte und Varianten der KWK, Anlagenformen, Peripherie-Systeme, Dimensionen der Anlagen (Wirtschaftlichkeit) und Blockheizkraftwerke (BHKW).
  • Lüftungs- und Klimatechnik: Bei der Lüftungs- und Klimatechnik liegt der Fokus auf physiologischen Grundgesetzen, Anlagenkomponenten, Optimierungsmöglichkeiten, Ist-Analysen und Investitions-Maßnahmen.
  • Kältetechnik: Im Abschnitt Kältetechnik werden den Teilnehmern Grundelemente und Funktionen von Kälteanlagen erklärt und die Ist-Analyse sowie Optimierungsmöglichkeiten besprochen.
  • Elektrotechnik, Elektrische Antriebe: Inhalt sind das Basiswissen über elektrische Anwendungen, Transformtorverluste und Motorverluste, elektronische Drehzahlregelungen, Auswahl effizienter Elektromotoren und Systemoptimierungen.
  • Beleuchtung: Neben lichttechnischen Grundparametern, Lichtsystemen, Dimensionierung von Beleuchtungsanlagen und Betriebszeitoptimierung sind auch hocheffiziente Lichtsysteme Teil des Abschnittes Beleuchtung.
  • Druckluft: Kompressoren, Verteilernetz, Druckluftverbraucher und Anlagenregelungen sind ebenso Teil der Vorstellung wie eine Ist-Analyse und das Aufdecken von Optimierungsmöglichkeiten.
  • Solartechnik: Sowohl Komponenten und Funktionsprinzipien von solarthermischen und photovoltaischen Anlagen wie auch ihre Anwendungsgebiete werden behandelt.
  • Energie aus Biomasse: Behandelt werden holzgefeuerte Anlagen und Biogas-Anlagen.
  • Green IT: Der Abschnitt Green IT setzt sich mit Rechenzentren und Serversystemen, Rechenzentrumskühlung, Virtualisierung und Konsolidierung, Energieeffizienz im Büro und der Änderung des Nutzerverhaltens auseinander.

Abgesehen von den Präsenzeinheiten steht vor allem die Projektarbeit im Vordergrund des Praxistrainings. Dabei handelt es sich um die praktische Komponente, die das Gelernte umsetzen soll. Die Projektarbeit ist eine Energiestudie zu einer energetischen Schwachstelle im Unternehmen, die Ansätze zur Verbesserung aufzeigen soll. Unterstützt wird der Teilnehmer durch das Coaching eines Experten. Im Anschluss wird der Bericht einer fiktiven Geschäftsführung präsentiert. Der Lehrgang endet mit einem 120-minütigen Abschlusstest, der je eine Berechnungs- und eine Wissensfrage zu insgesamt fünf Themengebieten beinhaltet. Mindestens 50 % der Punkte müssen im Abschlusstest und der Projektarbeit erreicht werden, die Anwesenheit beträgt 80 % der Präsenzeinheiten. 

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